Zucker und seine 70 Namen ...

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Wuselsuse
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Wuselsuse » 17 Jul 2016, 21:04

Ich habe heute mal einen ganz normalen Tag bei fddb eingetragen. Also ein Tag, an dem ich mich bewusst ohne Süßigkeiten, aber sonst eben ganz normal ernähre. So wie es mir schmeckt. Mit Obst, Gemüse, Brot, reichlich Kartoffeln ^^.
1900 Kalorien, 53, x Gramm Zucker, wobei ich 20 Gramm dem großen Apfel zu verdanken habe, 180 Gramm Eiweiß, 180 Gramm Kohlenhydrate.
Ich habe den ganzen Tag gegessen ohne nachzudenken, sondern einfach so, wie es mir schmeckt.

Ich bin mehr als zufrieden und werde es jetzt dabei belassen.


Ich bin mir sicher, wenn uns ein Film gezeigt wird, mit der Fettmenge, die man so verzehrt oder mit den Litern an Alkohol, dann wird man auch erstmal nachdenklich.
Aber ich will mich da nicht verunsichern lassen und anfangen mehr auseinanderzupflücken, als wirklich sinnvoll für mich ist.


Trotzdem hab ich viel gelernt und gelesen durch die Sendung und diesen Thread hier. Danke Sugar :105:.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Pina Colada » 17 Jul 2016, 21:08

Ohne Süßigkeiten lieg ich auch so bei 40gr. Zucker.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Wuselsuse » 17 Jul 2016, 21:10

Pina Colada » 17 Jul 2016, 21:08 hat geschrieben:Ohne Süßigkeiten lieg ich auch so bei 40gr. Zucker.



du bist ja auch kein Obstesser. Ich esse sehr gerne Obst, aber zum Glück noch viel lieber Gemüse.
Aber ich habe beschlossen, es ist alles im grünen Bereich.
Es gibt sicher Tage, da verzehre ich auch mal 150 Gramm Zucker, aber es gibt auch Tage, da trinke ich ne Flasche WEin oder hau mir ne große Portion fettige Pommes mit Mayo rein.
Aber das ist nicht die Normalität bei mir und darauf kommt es an.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Ele » 17 Jul 2016, 21:21

Ich habe die Sache jetzt auch beobachtet und an Tagen, an dem ich keinen Obst esse ist mein Zuckerkonsum wirklich gering
Heute z.B.
Zucker 14,3 g

Aber ich denke, mal wachgerüttelt werden und sich zu reflektieren ist wirklich nicht verkehrt
Ich für meinen Teil, werde mir wieder täglich ein schönes Obst gönnen - Das Leben muss ja auch Spaß machen!
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 30 Aug 2016, 03:19

Nachträglich, falls es interessiert:

Gestern Abend kam in der ARD eine Sendung zum Thema "Zucker" mit Tim Mälzer* und anschließend "Hart aber Fair" zum gleichen Thema. Letzteres war interessant, wenn man es aufmerksam verfolgte - wobei indirekt bei einigen Standpunkten (meiner Meinung nach :zwinker:) die Zuckerindustrie seeeeeehr grüßen ließ ...

Wer will, kann die beiden Sendungen in der Mediathek noch anschauen.

Schwierig (meiner Meinung nach) war in den beiden Sendungen aber das Gleiche wie in der Sendung bei RTL: Aufgrund der mangelnden Zeit bzw. der Informationsdichte blieb inhaltlich einiges auf der Strecke. Insbesondere die Unterscheidung zwischen Zucker aus industriell hergestellten Produkten oder aus Obst, Gemüse oder Milchprodukten wurde gar nicht angesprochen - aber beides wird unter dem gleichen Begriff Zucker auf dem Angaben der einzelnen Lebensmittel aufgeführt.

* Tim Mälzer - dem ich durchaus kritisch gegenüber steh :grinszahn: - hat echt richtig gut argumentiert.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 30 Aug 2016, 04:04

Ein persönlicher Nachtrag von mir - hab zu lange an meinen Korrekturen gebastelt, daher noch ein zweiter Beitrag :kichern:.

Nach der Sendung auf RTL hab ich ja konsequent auf meinen Zuckerkonsum geachtet und über vier Wochen keinen Zucker gegessen (Obst, Gemüse und Milchprodukte ausgenommen), auch keine Produkte mit Süßstoff. Hab ich auch nicht vermisst. Danach gab es ab und an einen Furchtjoghurt bzw. Fruchtskyr und nach den vier Wochen jeden zweiten oder dritten Tag ca. 0,3 bis 0,6 l Coke Zero. Inzwischen trinke ich diese Menge wieder täglich (das möchte ich langfristig gesehen aber noch reduzieren ...

Außerdem gab es dadurch seither kaum kurzkettige Kohlenhydrate wie Weißbrot, Nudeln oder so. Aktuell ist es so, dass ich 2 bis 3 x Reis oder Nudeln pro Woche esse, Süßigkeiten gibt es nur wenn ich bei meiner Mutter bin (1 x die Woche), aber in Dimensionen, die absolut o.k. sind und es ist erfreulicherweise kein Verzichtsgefühl dabei.

Weiterer schöner Nebeneffekt ist/war, dass Essen eigentlich einfach nur eine normale Rolle spielt, und mich meist nur dann beschäftigt, wenn der Magen knurrt :zwinker:. Dadurch sind inzwischen 10 Kilo geschwunden :dance:.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Pina Colada » 30 Aug 2016, 06:03

:c014: WOW Sugar, das ist ja echt der Hammer.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 30 Aug 2016, 17:33

Pina Colada » 30 Aug 2016, 06:03 hat geschrieben: :c014: WOW Sugar, das ist ja echt der Hammer.
Ja, vor allem die Gewichtsabnahme bei dieser Umstellung als "Nebenprodukt" find ich auch nicht schlecht :zwinker:. Erstaunlich fand ich, dass - obwohl ich ja schon vorher nur wenig verarbeitete Lebensmittel gegessen habe - diese wenigen Änderungen so einen Einfluss hatten/haben.

Ich schreib ja alles bei fddb auf, da gibt es ja die Möglichkeit, dass man seine Favoriten der letzten Wochen aufruft, die sieht bei mir aktuell so was von bilderbuchmäßig aus, wie ich es mir schon immer gewünscht hatte :dance:: Einzig das Paulaner Weizenbier mit 7 x, Cola zero mit 19 x und Mentos mit 5 x fallen da "negativ" auf. Alles andere sind weitestgehend unverarbeitete Produkte bzw. Milchprodukte ohne Zusatzstoffe.

Wobei einiges an Gewicht erst in den letzten 3 Wochen runtergegangen ist, da kam dann noch eine andere Umstellung zum Tragen, ich hab die Eiweißmenge zu Lasten der Kohlenhydrate noch weiter erhöht. Was mir noch nicht so gefällt, ist mein Fettkonsum, denn der ist durch die geringere KH-Menge auch höher geworden und da schlägt vor allem der Käse zu Buche, der leider ja sehr viele gesättigte Fettsäuren hat. Aber es wär ja langweilig, wenn alles jetzt schon perfekt wäre :kichern:. Ich fang da gerade an zu recherchieren, wobei es da erheblich schwieriger ist fundierte Quellen zu finden.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Gelbe Blume » 31 Aug 2016, 12:57

kannst du unterschiede bei der wundheilung merken, sugargypsy? finde das sehr interessant, meine abnahme war ja auch mehr nebenprodukt. und meine haut und deren wundheilung verbesserte sich schneller als ich mich beim sport (mal wieder - sehr leicht) verletzen konnte.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 31 Aug 2016, 13:31

Schwierige Frage, da ich mich - zum Glück und dreimal auf Holz klopf - in letzter Zeit nicht verletzt habe, wobei die jetzt seither auch nicht auffällig schlecht war.

Was ich gerade aber beobachte, ist, dass eine andere Hautpoblematik von mir zum Positiven hin sich ändert - da können bei mir allerdings auch die Wechseljahre eine Rolle spielen. Das muss ich noch länger beobachten, bevor ich da mehr zu sagen kann.

Erfolgte bei Dir die Abnahme auch durch eine Änderung der Kohlenhydratzusammensetzung?
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Ninii » 05 Sep 2016, 08:03

Sugargypsy » 30 Aug 2016, 03:19 hat geschrieben:Nachträglich, falls es interessiert:

Gestern Abend kam in der ARD eine Sendung zum Thema "Zucker" mit Tim Mälzer* und anschließend "Hart aber Fair" zum gleichen Thema.

Hart aber Fair habe ich gefunden, nur den Bericht mit Mälzer nicht. Weißt du noch, wie er hieß?
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 05 Sep 2016, 10:21

Das war der Lebensmittel-Check mit Tim Mälzer: Wie viel Zucker ist gut für uns? Noch kann man ihn in der Mediathek sehen.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Gelbe Blume » 05 Sep 2016, 19:07

Sugargypsy » 31 Aug 2016, 13:31 hat geschrieben:Erfolgte bei Dir die Abnahme auch durch eine Änderung der Kohlenhydratzusammensetzung?

damals waren es bei mir noch so die versteckten zuckerfallen in getreideprodukten die ich versteckt habe. fruchtzucker musste ich auch immer wieder reduzieren, zumal ich das gefühl habe davon hungriger zu werden...(so als theorie die ich mir da gerade vorstelle, dass es an der zuckerart liegen könnte)
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 29 Sep 2016, 00:49

Ich aktualisier jetzt mal wieder das Thema Zucker, denn es gab eine für mich sehr interessante Entwicklung. Ist sozusagen ganz frisch, ist mir heute alles erst so wirklich bewusst geworden.

Anlass ist, dass ich in den letzten 10 Tagen Zucker und kurzkettige Kohlenhydrate (Weißmehlprodukte) in überdurchschnittlich hoher Menge im Vergleich zu den letzten 2 1/2 Monaten zu mir genommen habe - mit für mich überraschenden Aus- bzw. sogar Nebenwirkungen ...

Ich war in den letzten Tagen ziemlich im Stress, was jetzt erst mal kein Grund sein sollte, da Probleme zu bekommen. Stress hatte ich in der Zeit ja zwischendurch auch schon und alles bezüglich Essen war entspannt. Als aktuelle wahrscheinliche Ursache habe ich das Brot / die Brötchen ausgemacht. Ich habe aus beruflichen Gründen innerhalb von wenigen Tagen sehr viele verschiedene Brote gebacken (die Wochen davor auch, die hab ich aber überwiegend verschenkt - vor allem die mit Weißmehl :zwinker: - und um Rückmeldungen gebeten). Dieses Mal musste ich aber auch die Weißmehlbrote/-brötchen testen, ob alles geschmacklich passt*. Dann gab es öfter auch Butter und Marmelade oder Honig dazu.

Kalorisch bin ich zwar innerhalb meines Rahmens geblieben, hatte aber - nachdem die Brotbackgeschichte vorbei war - dann die letzten Tage beim Einkaufen das erste Mal in den letzten Monaten überraschenderweise auf einmal Gelüste auf was Süßes. Nicht viel, aber ich nahm immer eine Kleinigkeit mit - erst war es eine Mini-Prinzenrolle, dann ein Kinderschokoriegel, dann ein Milky Way. Dann war es ein Lion, dann ein Mars. Die Menge war immer im Rahmen, wurde aber größer.

Das ist mir aber alles erst jetzt im Rückblick aufgefallen. Ich fand und finde das jetzt auch nicht weiter tragisch, aber: Dann gab es dazu wieder eine übergroße Portion Pasta vorgestern, gestern eine Pizza, heute Cevapcici mit der doppelten Portion Reis ... Ich bin zwar meist im Rahmen meiner Kalorien geblieben, aber eben bei den 100 - 105 % und nicht bei den maximal 80 %, die ich die letzten 2 1/2 Monate eigentlich meistens locker eingehalten habe - ohne Verlustgefühl.

Alles auch nicht weiter schlimm, aber was mir aber heute Mittag zum ersten Mal so richtig krass aufgefallen ist, hat mir gar nicht "geschmeckt": Die letzten 3 Tage hatte ich nicht so viel Stress und mehr Zeit, da hab ich mich nach dem Essen kurz hingelegt - wie auch sonst öfter, auch in den Stresstagen -, bin aber jedes Mal tief und fest eingeschlafen. Das ist die letzten Wochen überhaupt nicht mehr der Fall gewesen (davor schon), da bin ich dann nach 20 bis 30 Minuten erholt wieder aufgestanden. Ich brauchte irgendwie insgesamt weniger Schlaf ... Meine Verdauung hat die letzten Tage wieder gesponnen, mein Blutdruck ist wieder etwas angestiegen (mess ich regelmäßig), mein Puls auch. Und was mir gerade aktuell erst beim Schreiben auffällt, meine Hautprobleme (besondere Akneform) haben sich die letzten Tage massiv verschlechtert! Und die Hornhaut an den Ellbogen ist zwar (immer noch) vollständig verschwunden, aber das ist erst in den letzten Wochen so. Davor musste ich immer regelmäßig ein Peeling machen.

Insgesamt bin ich gerade ziemlich baff, ob dieser Beobachtung(en) und die wollte ich hier so festhalten, nicht nur, aber auch für mich, zum Nachlesen. Falls mal wieder andere, schlechtere Zeiten kommen.

Aktuelles Fazit ist, dass ich die nächsten Tage wieder vermehrt auf den Zucker achten und auf Weißmehlprodukte wieder verzichten werde. Wird mir am Wochenende - bin unterwegs auf einem großen Treffen in einem Edelhotel, mit lecker Frühstück (da ess ich gern eine knusprige Semmel) und auch sonst sehr gutem Essen - vielleicht nicht ganz leicht fallen, aber die positiven Veränderungen sind es mir wert! Das will ich wieder haben und werd es auch bekommen.

PS Was allerdings sehr positiv zu vermerken ist :dance:, ich hab nix zugenommen! Nicht mal ein poppeliges Kilo :grinszahn:.


* Das wird mir beruflich noch häufiger passieren - insbesondere, wenn ich an mein nächstes Thema denke :wirr:. Da werde ich noch eine Lösung finden müssen :kopfkratz:.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Wuselsuse » 29 Sep 2016, 06:11

Deine Beobachtungen sind sehr spannend, Sugar :105:.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Ninii » 29 Sep 2016, 20:46

Ich bin gespannt, wie es bei dir weiter geht.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Gelbe Blume » 02 Okt 2016, 00:09

möchtest du dein nächstes thema verraten, damit wir "tu's nicht" bzw. "noch'n platz frei?" antworten können? :kichern:

diese haut- und schlafgeschichte, ich erkenne mich so sehr wieder, als mir das die ersten male so richtig bewusst geworden ist.
das größte organ und spricht manchmal klitzekleine bände.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 17 Okt 2016, 22:08

Sorry, hab erst jetzt Deinen Beitrag gesehen :sm7:.
Gelbe Blume » 02 Oct 2016, 00:09 hat geschrieben:möchtest du dein nächstes thema verraten, damit wir "tu's nicht" bzw. "noch'n platz frei?" antworten können? :kichern:
Sind beides "süße" Themen, da bin ich aber generell nicht so gefährdet. Das kenn ich von der Weihnachtsbäckerei. Ich back ja meist ziemlich viele Sorte, probier von jeder Sorte eins, um zu wissen, dass ich Salz und Zucker nicht verwechselt hab :grinszahn: und das war's. Der Rest wird verschenkt.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 17 Okt 2016, 22:35

Hatte vor ein paar Tagen ein interessantes Gespräch mit einer ehemaligen Studienkollegin, die schon lange in der Beratung tätig ist, Schwerpunkt Ess-Störungen. Ich hab ihr von meinen Erfahrungen bezüglich Zucker erzählt, weil es bei mir doch nachgewirkt hat, wie eine Steigerung der kurzkettigen Kohlenhydrate so eine Veränderung im Ess-Verhalten verursachen kann - wobei ich aktuell wieder weitestgehend ohne Industriezucker lebe. Ich merke zwar, dass mir die Obstvielfalt des Sommers schon fehlt, jetzt wird es ja allmählich wieder eintöniger. Aber gut, Zwetschgen gibt es noch, Quitten kommen gerade, aber irgendwann werde ich wieder bei Bananen, Trauben, Äpfel und Orangen landen, ah, und noch Mandarinen ...

Wie auch immer, ich hatte noch im Kopf, dass ich hier schon mit mehreren immer wieder geschrieben habe, die sagten, sie könnten entweder nur ohne Süßigkeiten / Schokolade oder dann eben in Mengen. Bei mir waren es ja nun keine Mengen, aber ich hatte einen Tag dabei, da hab ich dann nur einen Yufka Döner, 1 Mars und 1 Lion gegessen, dann waren meine Kalorien aus. Das war auch in Ordnung, hab da jetzt nicht noch Hunger oder Appetit bekommen oder so, aber gesund sieht anders aus. Witzigerweise war dann am nächsten Tag Schluss, hab den ganze Tag keinen Hunger gehabt und abends nur wenig gegessen. Und dann war wieder gut.

Meine Frage war dann eben, ob das dann doch in Richtung Sucht bzw. Ersatzbefriedigung geht, obwohl ich überhaupt nicht das Gefühl hatte (und das kenn ich von früher ja gut). Da hat mir die ehemalige Mitstudentin dann erzählt, dass es das gar nicht sein muss, sondern, dass das einfach auch eine rein physiologische Reaktion sein kann.

Ich hab dann darüber noch nachgedacht und die direkte Reaktion danach ist hinreichend bekannt. Durch die kurzkettigen Kohlenhydrate steigt der Blutzuckerspiegel stark an, sinkt dann wieder: Heißhunger entsteht. Das aber ist bei mir nicht konkret entstanden. Ich habe zwar mehr gegessen, aber nicht über meinen Bedarf hinweg.

Was mir nicht so ganz klar war und ich eigentlich ziemlich beunruhigend finde, dass dies auch verzögerte physiologische Auswirkungen haben kann bzw. ich bei mir zumindest festgestellt habe. Dass es da fast wie zu einem Selbstläufer wird, dass dann jeden Tag mehr kurzkettige Kohlenhydrate wieder in die Nahrung aufgenommen werden. Und es war nicht der Geschmack, der mir so wichtig war. Ich hab einfach meine Mahlzeiten ganz anders ausgewählt und mir ist nicht bewusst warum. Hat sich jetzt auch wieder komplett umgedreht - ich greif jetzt automatisch zu anderen Sachen. Diesen Automatismus finde ich seltsam ... Es ist definitiv kein bewusster Prozess meinerseits.

Bis jetzt bin ich leider noch nicht in der Literatur diesbezüglich fündig geworden, ob dies irgendwie schon mal beobachtet / beschrieben wurde. Find ich auf jeden Fall spannend und ich werde weiter recherchieren.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Gelbe Blume » 18 Okt 2016, 00:18

dein körper passt sich instinktiv an, oder? das kommt mir bekannt vor und ich kann dir sagen, die untersuchungen zu solchen zeiten sagen, dass alles tiptop ist...?! ich muss dann immer viel einfrieren, weil ich meine planung nicht halten kann. mühsam aber mal ehrlich: mit gewalt zwingen kann man sich nicht. es hat keinen sinn. man muss sich gut fühlen.

ich weiß aber wirklich nicht wie oder wieso genau ich "das mache" und wundere mich ebenso.

mein herz wird immer nach sommerlicher obstauswahl bluten müssen sobald's herbst wird, denn importiertes SCHMECKT mir ganz einfach nicht und ich ärgere mich nur über den vergleich beim essen. wenn man doch reife (juhu, zucker!) beeren aus dem eigenen garten, balkon, etc. essen kann. also die sachen auch mit bekannten und freunden quasi tauscht und aufteilt.

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