Zucker und seine 70 Namen ...

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Sugargypsy
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Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 12 Jul 2016, 19:38

Im Gequassel haben wir ja schon drüber „geredet“, über den Beitrag Zuckerfrei leben oder so ähnlich, der gestern Abend bei RTL in der Sendung Extra lief. Für diejenigen, die es nicht gesehen haben:

Kurz zusammengefasst ging es darum, in welchen Lebensmitteln Zucker überall zu finden ist. Eine Testfrau verzichtete 4 Wochen so weit wie möglich auf Zucker, d.h. sie aß keine Lebensmittel, in denen mehr als 5 g Zucker auf 100 g enthalten waren.

Bei ihren Einkäufen entdeckte sie dann, wo überall Zucker enthalten ist, auch wenn man das auf den ersten Blick vielleicht nicht vermutet, wie z.B. in Salami, Vollkornbrot, Käse oder Kidney-Bohnen aus der Dose.

Die ersten Tage ohne Zucker fielen der Probantin ziemlich schwer, dann ging es ihr damit immer besser. Sie nahm in den 4 Wochen – ohne zusätzliche Bewegung – 4 Kilo ab und ihre Blutwerte verbesserten sich geringfügig.

Mein erstes kurzes Fazit nach der Sendung war:

Sugargypsy » 11 Jul 2016, 23:10 hat geschrieben:Nun ja, weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Für mich war dann doch nicht so viel Neues dabei.


So eine Sendung kann natürlich nicht so ins Detail gehen und muss einiges so zusammenfassen, dass es allgemein verständlich ist, die Sendung wirkte bei mir jedoch nach. Einige Punkte hatten dann doch mein Interesse geweckt und ich hab gestern Nacht noch angefangen zu rechnen und zu recherchieren. Diese Ergebnisse will ich euch nicht vorenthalten :zwinker:, sind ja vielleicht doch einige daran interessiert.

Die Testfrau im Film hatte zu Beginn ihren Konsum an Zucker einen Monat lang aufgeschreiben und dann in Zuckerwürfeln vor sich gestapelt. Das waren so um die 2, 8 kg. Das war ein hübscher Berg an Zucker.

Natürlich interessierte mich dann mein eigener Konsum im Vergleich. War in diesem Fall recht einfach zu ermitteln, da ich seit einigen Wochen wieder regelmäßig bei Fddb (dort kann man die Zuckerangaben erfahren) meine Lebensmittel täglich eingebe. Ich war – auch weil ich in den letzten Wochen krank war, teilweise wenig gegessen und dadurch auch ein paar Kilos verloren hatte – felsenfest davon überzeugt, dass ich da eine weitaus geringere Zuckermenge zusammenbringen würde.

Ich zählte also zusammen und kam dann auf die Summe von 548 g Zucker. Da war ich erstmal richtig zufrieden: Wusst ich’s doch, so schlecht war ich doch gar nicht. Da ich kaum Convenience-Produkte zu mir nehm, konnte bei mir der Konsum ja gar nicht so hoch sein. Also alles gut!



Bis mir leider ein kleiner Denkfehler auffiel :grinszahn:: Ich hatte nur für eine Woche den Zuckerkonsum zusammengerechnet. Die Probantin im Film hatte 4 Wochen gerechnet. Und dann ergab sich bei mir leider ein Zuckerberg von 2,2 kg …

Das hat mich dann doch entsetzt und da fingen dann die Fragen an.

Welchen Zucker meinen die eigentlich konkret? Denn so auf den ersten Blick hatte ich nicht viele Süßigkeiten und so gut wie keine Fertigprodukte etc. gegessen, Wurst und Käse auch kaum, da ich darauf keinen Appetit hatte. O.k. ich hatte einiges an Obst verdrückt, aber das kann doch nicht solche Mengen ausmachen. Und ist das dann auch negativ und zählt zur Zuckerbilanz? Der Meinung war und bin ich eigentlich nicht, was Obst, Gemüse und pure Milchprodukte betrifft – aber ich kann mich ja auch irren.

Als ich an diesem Punkt war, hat mir Pina eine pn geschickt, dass wir im Forum schon mal über Zucker geschrieben hatten. Da hatte waverin diese Frage gestellt, wen es genauer interessiert: http://www.naschiforum.de/viewtopic.php?f=16&t=389

In Kurzform zusammengefasst: Laut WHO sollte man pro Tag nicht mehr als 5 % seines täglichen Kalorienbedarfs in Form von Zucker zu sich nehmen. Das bedeutet z.B. bei einem täglichen Kalorienbedarf von 1800 kcal, sollten nicht mehr als 90 kcal aus Zucker bestehen. In Gramm umgerechnet (1g KH = 4,184 kcal) heißt das, dass man täglich nicht mehr als 22,5 g Zucker zu sich nehmen sollte, das entspricht 1 gehäuften Esslöffel Zucker …

Die Empfehlung der WHO bezieht sich auf Glukose, Fruktose, Saccharose oder einfachen Kristallzucker, der zubereiteten Speisen zugefügt wird. D.h. konkret der Zucker, der in Süßigkeiten, Trockenfrüchten, Backwaren, Milchprodukte, Sirupe, Säfte, Limonaden, Honig, Agavendicksaft etc. vorhanden ist, sollte auf ein Mindestmaß begrenzt werden.

Zucker, der natürlich in Obst, Gemüse und Milch vorkommt, ist damit nicht gemeint. Hier kann man es im Original nachlesen.

Ärgerlich ist, dass aber alles was Zucker betrifft unter einem Begriff zusammengefasst wird. Denn wie waverin in dem anderen thread festgestellt hat, macht es dann das Ausrechnen des eigentlichen Zuckerkonsums recht umständlich. Wobei das u.U. auch beabsichtigt sein könnte, dazu weiter unten noch was dazu.

Es war dann auch etwas mühsam, die diversen Zuckerformen aus meinen Tagesplänen herauszuklamüsern, aber von den 100 g Zucker die ich täglich konsumiert habe, waren es im Schnitt so um die 30 bis 50 g, die ich in Form von Industriezucker zu mir genommen hatte. Im Prinzip fände ich das jetzt gar nicht so dramatisch viel, allerdings war da halt auch die Krankheitsphase mit drin, in der ich teilweise sehr wenig gegessen hatte. Ich schätze daher mal, dass mein täglicher Konsum bei mir sonst doch um einiges höher liegt. Allerdings ist mir noch nicht so ganz klar, woher das alles kommen soll. Das werde ich aber jetzt nicht mehr rückwirkend aufdröseln, sondern viel mehr ab jetzt mal genauer beobachten, wenn ich die einzelnen Lebensmittel bei fddb aufschreibe.



Heute Vormittag war ich einkaufen, da hab ich mir die Nährwerte einzelner Produkte genauer angeschaut – und gemerkt, dass ich dafür in Zukunft wohl doch meine Brille mitnehmen muss, mein Arm reicht nicht mehr aus :wirr:. Da ist mir jetzt aber noch nicht so viel aufgefallen, außer dass mir ein paar Begriffe ins Auge gestochen sind, die ich vorher noch nicht mit Zucker in Verbindung gebracht hatte wie: Molkereierzeugnisse, Magermilchpulver, Inulin, Joghurtpulver, Fruchtextrakt …

Das sind alles auch süßende Stoffe plus eine ganze Menge anderer, die vielleicht auch nicht allen so bekannt sind, wie z.B. Dicksaft, Gerstenmalz, Glucosesirup, Fruchtpüree, Polydextrose usw. Wen das alles etwas genauer interessiert, die pdf von den Verbraucherzentralen, ist sehr zu empfehlen: Versteckte Süßmacher. Auf Seite 11 ist eine Übersicht der ganzen Namen, die Zuckerhaltiges verschleiern.

Das perfide daran ist, dass es einerseits eine Deklarationspflicht für die Zutaten der Lebensmittel gibt, die sehr genau sein muss, damit z.B. Allergiker genau entnehmen können, ob ein Produkt für sie geeignet ist oder nicht. Andererseits eignet sich diese Aufdröselung der einzelnen Zuckervarianten mit den verschiedenen chemischen Begriffen ausgezeichnet für die Industrie, den Zuckergehalt von Lebensmitteln perfekt zu verschleiern.

Denn normalerweise müssen die Zutaten in absteigender Reihenfolge aufgeführt sein, d.h. das Lebensmittel, von dem am meisten enthalten ist, steht an erster Stelle.

Wenn man z.B. bei Ketchup auf die Zutatenliste schaut, dann steht dort als erstes Tomaten/Tomatenmark, Weinbrandessig, dann erst kommt Zucker, Glukose-Fruktose-Sirup, Polydextrose, Karamellzuckersirup, Salz, modizifizierte Stärke. Wenn man aber die Mengen der unterstrichenen Zutaten addieren würde, könnte es gut sein, dass dies eine höhere Gesamtmenge wäre als die der Tomaten. D.h. dann müsste eigentlich Zucker als Erstes auf der Zutatenliste stehen. – noch vor den Tomaten.

Da Zucker aber – wie die Industrie natürlich weiß – inzwischen genau wie Glutamat mit einem negativen Image behaftet ist, ist sie natürlich sehr interessiert, das zu verschleiern.


Und leider ändert sich das auch nicht durch die neue Gesetzgebung, die im Dezember 2016 in Kraft tritt. Ab da müssen dann auf allen Lebensmittel – außer den natürlichen wie unbehandeltes Obst, Gemüse, Fleisch – nicht nur die Kohlenhydrate, sondern auch der Anteil an Zucker aufgeführt werden.

An sich eine tolle Idee, aber da sind wir dann genau bei dem Problem, was ich weiter oben schon aufgeführt habe: Sowohl der Zucker aus natürlichen Produkten wie Obst und Gemüse sind darin enthalten, wie auch sämtliche Formen von weiter verarbeiteten Industriezucker.

Dann werden gesunde Produkte mit ungesunden auf einen Level gestellt und wer sich nicht auskennt, hat keine Chance. Und dabei soll doch die Deklarationspflicht der Aufklärung dienen. Oder vielleicht auch nicht - würde mich nicht wundern, wenn bei der Gesetzgebung die Lobby der Nahrungsmittelindustrie ihre Hände mit im Spiel hatte. Denn daran können die ja gar kein Interesse haben.

So, das war’s erst mal von mir. Es gibt zwar noch einige weitere Fragen, die zumindest mir sehr interessant erscheinen, aber die muss ich noch genauer ausarbeiten.

Und irgendwann danach überleg ich mir mal, wie ich in Zukunft mit dem Thema selber umgehen will ...
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Ninii
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Ninii » 12 Jul 2016, 20:24

Danke für deine Mühe, das war sehr interessant. Ich bin gespannt, wie es hier weiter geht.
LG
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Sugargypsy
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 12 Jul 2016, 21:26

So, ich hab jetzt gerade mal meinen Tag 1 nach künstlichem Zucker ausgewertet. Im Moment möchte ich nur beobachten, um einfach mal aufmerksamer meinem Zuckerkonsum gegenüber zu werden.

Meine Tagesbilanz würde mit dem Tomatenmark 2,5 g fürs Abendessen und dem Ketchup für eine Chilisauce mit 10,5 g eigentlich hervorragend ausschauen, aber die Mentos haben mir weitere 30 g Zucker beschert :roll:. Die hab ich irgendwann mal als kaloriengünstige Süßigkeit eingeführt, aber das muss ich mir noch mal überlegen.

Der Zuckeranteil vor allem in Form von Obst war aber recht hoch im Vergleich zu den Gesamt-KHs. Insgesamt waren es 228 g KH, davon 43 g Industriezucker und 117 g sonstiger Zucker. Hm.

So, nach Fertigstellung meines Abendessens: Weiße Bohnen in Tomatensugo, kommen noch 5 g Zucker hinzu. Der 1/2 TL Zucker ist normalerweise in dem Gericht, den hab ich erst weggelassen, dachte das wär kein Problem. Würd ich ja nicht merken. Ich hab mehrmals abgeschmeckt und dann entschieden, der muss doch rein. Und er hat den Unterschied gemacht ...

Zucker ist eben auch ein Geschmacksverstärker, der oft zur Abrundung eines pikanten Gerichts in kleiner Dosierung zugegeben wird, wie ja auch umgekehrt 1 Prise Salz z.B. in Teig kommt.

Ansonsten hab ich mal meine Konserven durchforstet: Da ist alles im grünen Bereich gewesen, was Kichererbsen, weiße Bohnen, Dosentomaten und so betrifft. Lediglich die Kidneybohnen haben Zucker, das wusste ich aber schon und meine Cornichons - das war mir neu - auch, da ist Glucose-Fructose-Sirup bzw. Zucker enthalten und eigentlich nicht notwendig. Hab ich schon selbst eingemacht und weiß, dass das ohne geht.

Insgesamt ist mir bei der Recherche aufgefallen, dass vor allem bei Produkten, die viel Zucker oder zuckerähnliche Stoffe enthalten, noch selten die Zuckerangabe separat angegeben wird, muss ja auch erst ab Dezember sein :zwinker:. Da wird mindestens bei 50 % der Produkte nur die Gesamt-Kohlenhydratzahl angegeben, sodass man auf schätzen angewiesen ist. Speziell beim Ketchup, Tomatenmark und den Essiggurken ist es mir aufgefallen. Die Firmen, die nix zu verbergen hatten, hatten meist auch die kompletten Angaben gemacht.
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Pina Colada
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Pina Colada » 12 Jul 2016, 23:18

Ich werde mich die nächsten Tage auch mehr mit den Angaben beschäftigen.
Seh mich schon mind. 3 mal solange beim Einkaufen :grinszahn:
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unkraut
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon unkraut » 12 Jul 2016, 23:46

Müsste man, wenn man es genau macht, nicht generell die verschiedenen Zuckerarten danach trennen, wie der Körper sie verwertet?
Mit Fruktose geht der Körper anders um als mit Glukose.

Der Unterschied zwischen frischen Früchten und Trockenfrüchten ist der Wassergehalt (und vermutlich ein paar fehlende Vitamine(?)).

Würde es einen Unterschied machen, wenn man beispielsweise 100 g frische Frucht oder 90 ml Wasser und 10 g Trockenfrucht zu sich nehmen würde? Das "gefährliche" bei Trockenfrüchten ist ja eher, dass man davon viel mehr in viel kürzerer Zeit essen kann. Und man somit viel mehr braucht, um davon satt zu werden. (Natürlich nicht, wenn man massivst Wasser dazu trinken würde, um wieder ein Flüssigkeitsverhältnis wie bei frischen Früchten zu bekommen)


Warum wird bei so "Zuckervermeidungsempfehlungen" Stärke ignoriert? Der Körper spaltet sie ja auch wieder nur in Glukose auf. (Selbst wenn der Vorgang dann wieder eine Weile brauchen kann. Je länger der Körper braucht, desto länger fühlt man sich damit dann "satt").

Oder ist nur Zucker entscheidend, der einen Anteil Fruktose enthält und dem Blutzuckerspiegel zusätzlich eine Achterbahnfahrt beschert?


Wenn bestimme Empfehlungen (z.B. von der WHO) gegeben werden, dann erhoffen die sich davon sicherlich eine leichte Umsetzung. Das wird dann nicht zu kompliziert formuliert, denn sonst versteht es ja keiner.
Wenn es an der Umsetzung dann wieder hapert, weil nicht jeder Verbraucher Zutaten entschlüsseln kann, funktioniert der Plan dann auch nicht wie erhofft.

Ich nehme aus solchen Empfehlungen dann nur mit:
- nicht zu viel Zucker(Saccarose) konsumieren
- keinen hochkonzentrierten Zucker
- nicht zu viel Fruktose
- Glukoseanteil egal (?)

Mögliche Folgen:
-Diabethes (bei zu viel Glukose(?))
-Fettleber bei zu viel Fruktose(?)
- Blutzuckerschwankungen = mögliche Heißhungerattacken

Welche Nachteile kann das alles noch haben? Alle paar Jahre wird irgend ein Lebensmittel als "nächste Sau durchs Dorf getrieben". Woher weiß ich, ob das nicht nur der übliche Sündenbock/Ernährungshype ist, der nach 10-30 Jahren wieder relativiert wird?

(Ich gehe davon aus, dass sowieso in der Ernährung für alles "die Dosis macht das Gift" gilt. Ein Kraftsportler sollte etwas mehr Zucker als ein unsportlicher Büroarbeiter vertragen.)
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 13 Jul 2016, 13:17

Vorweg eine kurze Erklärung zum Verständnis: Wenn von Zucker gesprochen wird, wird oft sehr allgemein darüber gesprochen. Wer sich etwas genauer mit dem Thema befasst, wird dann öfter auch speziellere Namen von Zucker hören, wie z.B. Glucose, Fructose, Lactose, Galactose etc. All diese Zuckerarten haben eine gemeinsame chemische Summenformel: C6H12O6.

Warum also diese vielen verschiedenen Namen, wenn es doch eh alles Zucker ist? Was die verschiedenen Zucker unterscheidet ist ihre räumliche Struktur und ihre Aufgaben im Körper, als auch die Orte, an denen sie im Körper dann verstoffwechselt/verarbeitet werden können. Und das hat unterschiedliche Auswirkungen, deshalb ist diese Unterscheidung notwendig.

Man kann sich die verschiedenen Zuckernamen vielleicht am besten als Familen, die gemeinsam in einem Mehrfamilienhaus wohnen, vorstellen. In diesem Haus mit z.B. 8 Parteien hat jede Familie einen Haustürschlüssel mit der Nummer C6H12O6. Jeder kommt damit ins Haus hinein (jeder Einfach-Zucker kann vom Körper verarbeitet werden).

Um in die einzelnen Wohnungen zu gelangen, braucht es jedoch noch eine weitere, speziellere Einkerbung im Schlüssel (das ist die räumliche Struktur der einzelnen Zucker). Nur Familie Glucose wird mit ihrem Schlüssel in ihre Wohnung A kommen, das Gleiche gilt für Familie Fructose und die 6 restlichen Mietparteien und ihre Wohnungen. Genauso verhält es sich mit den Zuckerarten. Glucose, Fructose, Galaktose etc. haben ihre eigenen Aufenthaltsorte und vor allem Funktionen im Körper. Deswegen ist die Unterscheidung wichtig.

unkraut » 12 Jul 2016, 23:46 hat geschrieben:Müsste man, wenn man es genau macht, nicht generell die verschiedenen Zuckerarten danach trennen, wie der Körper sie verwertet?
Mit Fruktose geht der Körper anders um als mit Glukose.

Grundsätzlich glaub ich nicht, dass es Sinn macht, die Zuckerarten nach der Körperverwertung zu trennen, da sie in der Natur ja auch nicht streng getrennt vorliegen, sondern meist in einer Mischform. Unser Körper ist darauf ausgerichtet, das auch so zu bewältigen. Solange eine halbwegs ausgewogene Ernährung vorhanden ist, macht die Mischung der natürlich vorkommenden Zuckerarten ja auch keine Probleme.

Mit Blick auf die Gesundheit, wäre es in Bezug auf Zuckerprodukte, die industriell gefertig werden, schon sinnvoll, wenn man z.B. nur spezielle Zuckerarten wie z.B. überwiegend Glucosesirup, Gerstenmalzsirup oder Reissirup verwenden würde, da diese keine Fructose enthalten. Aber meist wird das übliche Glucose-Fructose-Gemisch verwendet. An einer Änderung wird die Industrie aber nicht interessiert sein, da Letzteres aus Mais hergestellt wird, das günstig und in Massen produziert wird.

Ob es letztendlich aber wirklich so gut wäre, nur die von mir genannten Zuckerarten zu verwenden, kann ich/man aber nicht letztendlich wirklich beurteilen. Nach aktuellem Wissensstand ist das so, ob das aber noch in 20 Jahren genauso gesehen wird, weiß man einfach nicht.

Ich bin deshalb so vorsichtig, denn wenn man sich zum Beispiel die Verwendung von Fructose noch vor einigen Jahren anschaut, dann wird schnell klar warum. Fructose wird, wie Du ja schon geschrieben hast, vom Körper anders verarbeitet als Glucose, obwohl beide die gleiche Summenformel C6H12O6 haben. Im Gegensatz zur Glucose, die den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt, ist das bei Fructose nicht der Fall.

Für Diabetiker galt das viele Jahre als ideal. Vor allem deshalb stellte man für Diabetiker bis Anfang der 2000er spezielle Süßigkeiten mit Fructose her anstatt mit Glucose, damit sie nicht ganz darauf verzichten mussten. Diabetiker konnten damit ihren Blutzuckerspiegel gut in Schach halten.

Irgendwann aber mal hat die Wissenschaft aber festgestellt, dass der der Körper im Gegensatz zur Fructose mit Glucose erheblich mehr anfangen kann, da es als direkte Energieform im Körper eingesetzt werden kann. D.h. für Denkprozesse im Hirn oder körperliche Aktivitäten während das bei Fructose ganz anders aussieht.
Das liegt daran, dass Fructose passiv und ohne Energieverbrauch aus dem Darm in die Zellen der Darmschleimhaut entlang eines Konzentrationsgefälles einströmt, um von dort aus ins Blut zu gelangen. Glucose wird aktiv, also unter Energieverbrauch, in die Zelle gepumpt. Fructose dagegen wird in der Leber zu Fett abgebaut.
Quelle http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/V ... er106.html (In diesem Bericht wird die (schädliche) Rolle vor allem von Fructose im Stoffwechsel gut verständlich dargestellt, wen es näher interessiert).

Rückblickend betrachtet waren die fructosehaltige Lebensmittel / Ersatzprodukte für Diabetiker also ziemlich kontraproduktiv.

In den USA wird inzwischen übrigens der von der Industrie gern genutzte Einsatz von Fructose mit als Ursache für die starke Gewichtszunahme der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten gesehen. Anders als in Europa wurde dort schon früh Fructose als „gesundes“ Süßungsmittel in Diätprodukten eingesetzt, weil es eine erheblich größere Süßungskraft als Glucose hat, man also weniger verwenden musste und billiger herzustellen war. Dass das ein Trugschluss war, weiß man erst seit den letzten 8 bis 15 Jahren bzw. da drang das Wissen erst ins öffentliche Bewusstsein.

Daher kann man immer nur vom aktuellen Stand der Wissenschaft heute argumentieren. Ob das in ein paar Jahren noch gilt, kann man so nicht sagen.

unkraut » 12 Jul 2016, 23:46 hat geschrieben:Der Unterschied zwischen frischen Früchten und Trockenfrüchten ist der Wassergehalt (und vermutlich ein paar fehlende Vitamine(?)).
Würde es einen Unterschied machen, wenn man beispielsweise 100 g frische Frucht oder 90 ml Wasser und 10 g Trockenfrucht zu sich nehmen würde? Das "gefährliche" bei Trockenfrüchten ist ja eher, dass man davon viel mehr in viel kürzerer Zeit essen kann. Und man somit viel mehr braucht, um davon satt zu werden. (Natürlich nicht, wenn man massivst Wasser dazu trinken würde, um wieder ein Flüssigkeitsverhältnis wie bei frischen Früchten zu bekommen)
Ich glaub ich weiß, was Du meinst, wobei die Aufrechnung auf 100 g Frucht zu 10 g Frucht + 90 g Wasser so nicht funktioniert, das müsste man für jede Frucht einzeln berechnen, da die verschiedenen Früchte ja einen unterschiedlichen Wassergehalt haben, z.B. wenn man getrocknete Ananas mit Rosinen vergleicht.

Aber selbst wenn man davon ausgeht, dass das von Dir angegebene Verhältnis so stimmen würde, so glaube ich trotzdem nicht, dass es verdauungstechnisch das Gleiche wäre. Kalorisch gesehen und auch vom Verhältnis Glucose : Fructose würde es vermutlich gleich bleiben, aber …

Das Folgende ist jetzt nur eine Mutmaßung von mir, aber die Zellstruktur wird durch das Dörren schon an sich verändert, sodass nicht nur Wasser entzogen wird, sondern sich auch noch mehr ändert. Je nach Temperatur werden ja auch erste Aminosäuren ab so 40 °C aus ihrer tertiären Struktur in die Sekundär- bzw. Primärstruktur umgewandelt, der von Dir schon angeführte Vitaminverlust kommt dazu und sicher gibt es da noch andere Punkte zu bedenken, sodass sich verdauungstechnisch gesehen und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Stoffwechsel vermutlich schon ändern würden. Aber mehr als vermuten kann ich da nicht.
unkraut » 12 Jul 2016, 23:46 hat geschrieben:Warum wird bei so "Zuckervermeidungsempfehlungen" Stärke ignoriert? Der Körper spaltet sie ja auch wieder nur in Glukose auf. (Selbst wenn der Vorgang dann wieder eine Weile brauchen kann. Je länger der Körper braucht, desto länger fühlt man sich damit dann "satt").

Du hast den Grund schon selbst genannt: Polysaccharide in Form von Stärke brauchen erheblich länger, um verdaut zu werden. Für die Aufspaltung in Glucosemoleküle wird außerdem schon etwas wieder von der Energie verbraucht, die durch die Glucosemoleküle zugeführt wurde.

Durch diese langsame Freisetzung der einzelnen Glucosemoleküle steigt der Blutzuckerspiegel lang nicht so schnell an bzw. erreicht nie die Höhe, als wenn man pure Glucose zu sich nehmen würde. Durch diesen langsamen Prozess ist man länger satt, so wie Du es geschrieben hast.

Das Gegenteil ist der Fall, wenn man jedoch pure Glucose / Zucker zu sich nimmt. Da kann schnell etwas anderes stattfinden: Teilweise hat man nach dem Essen von Süßigkeiten oder dem Trinken von Saft oder Cola sehr schnell wieder (Heiß-)Hunger. Da passiert dann Folgendes:

Wenn man reine Glucose zu sich nimmt, wird das Blut regelrecht mit Glucose überschwemmt, dem Hirn wird gemeldet, dass ein erhöhter Insulinbedarf besteht. Durch diesen Zucker-Tsunami wird rasch sehr viel Insulin freigegeben, einiges mehr als benötigt wird. Dadurch haben aber, vereinfacht gesagt, einige der Insulinmoleküle nichts zu tun.

Das wiederum wird wieder an das Gehirn gemeldet und dann kommt es zu dem Paradoxon, dass – obwohl gerade erst Nahrung zugeführt würde – schnell wieder ein scheinbares Hungergefühl entsteht und dann noch mal etwas gegessen wird, obwohl es energetisch gar nicht notwendig wäre. (Das kann bei Polysacchariden / Stärke nicht passieren.)

Das gilt vor allem dann, wenn man sich unmittelbar nach dem Zuckerkonsum nicht körperlich aktiv betätigt – sei es in Form von Sport, Bewegung allgemein oder irgendetwas macht, das Energie benötitgt.
unkraut » 12 Jul 2016, 23:46 hat geschrieben:Oder ist nur Zucker entscheidend, der einen Anteil Fruktose enthält und dem Blutzuckerspiegel zusätzlich eine Achterbahnfahrt beschert?
S.o. Fructose hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.
unkraut » 12 Jul 2016, 23:46 hat geschrieben:Ich nehme aus solchen Empfehlungen dann nur mit:
- nicht zu viel Zucker(Saccarose) konsumieren
- keinen hochkonzentrierten Zucker
- nicht zu viel Fruktose
- Glukoseanteil egal (?)

Eine gesunde Einstellung ;.-).

Das würde ich insgesamt auch so unterschreiben, lediglich dass der Glucoseanteil egal sein soll, da wär ich vorsichtig. Der Körper verstoffwecheslt es anders als Fructose, aber Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel hat Glucose trotzdem und der sollte nicht zu großen Schwankungen unterworfen sein. Zustimmen würde ich, wenn wir von langkettigen Molekülen wie z.B. Stärke sprechen würden.

Generell geht es mir oft genug so ähnlich, dass ich versuche eine Quintessenz für mich herauszuziehen. Allerdings tu ich mich im Ernährungsbereich damit etwas schwerer, da ich einfach ziemlich viel weiß und dadurch die kritischen Fragen manchmal schneller aufpoppen als ich denken kann.

Ich komm dann schnell vom Hölzchen aufs Stöckchen … Da ist dann Grenzen setzen gefragt. Aber ich muss / will es dann auch genau wissen, sodass ich für mich eine passende Antwort / Einschätzung finden kann, mit der ich zufrieden bin. Da bin ich in anderen Themenbereichen nicht ganz so penibel.
unkraut » 12 Jul 2016, 23:46 hat geschrieben:Mögliche Folgen:
-Diabethes (bei zu viel Glukose(?))
-Fettleber bei zu viel Fruktose(?)
- Blutzuckerschwankungen = mögliche Heißhungerattacken

Yepp. Das sind ein paar Folgen. Es gibt davor noch viele kleinere Punkte, die das Wohlbefinden beeinträchtigen können, wie z.B. Müdigkeit oder mangelnde geistige Fitness durch Blutzuckerschwankungen, das berühmte Mittagsloch kann z.B. so ein Vorbote sein. Hoher Blutdruck, durch hohen Blutzuckerspiegel Verzuckerung von den Erythrozyten (roten Blutkörperchen), die erst kleine Durchblutungsstörungen verursachen können, irgendwann mal dann zu Polyneuropathie, Augenprobleme, Nierenprobleme führen können …
unkraut » 12 Jul 2016, 23:46 hat geschrieben:Alle paar Jahre wird irgend ein Lebensmittel als "nächste Sau durchs Dorf getrieben". Woher weiß ich, ob das nicht nur der übliche Sündenbock/Ernährungshype ist, der nach 10-30 Jahren wieder relativiert wird?

Das kann niemand wissen. Siehe das Beispiel Fructose für Diabetiker. Das war viele Jahre die ultima ratio für Betroffene und inzwischen weiß man, dass diese in Ersatzprodukten das Übergewicht gefördert hat, das doch so dringend bei Diabetes abgebaut werden soll.

Aber bei der Diskussion um den Zucker in der Ernährung geht es ja erst mal nur um die allgemeine Empfehlung einer Reduzierung von stark bearbeiteten und zusätzlich gezuckerten Produkten / Convenience-Produkten, wieder hin zu einer Ernährung aus weitestgehend unverarbeiteten Lebensmitteln. Das halte ich grundsätzlich für richtig und wird sicher auch langfristig nicht negiert werden.

Ich würde nichts davon halten, wenn man jetzt sagen würde, ab sofort überhaupt keinen Zucker mehr, genauso wie ich nichts von überhaupt kein Fett oder überhaupt keine KHs etwas halte. Extreme finde ich da generell nicht zielführend. Für mich muss die Mischung stimmen.

Gibt aber auch andere Meinungen dazu. Eher allgemein z.B. von Uwe Knop. Der Ernährungswissenschaftler, hat dazu schon einiges gesagt, hier ist z.B. ein Interview von ihm auf einem Läufer-Blog: Ernährungsregeln sind Quatsch. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. sieht z.B. im Zucker nicht das große Problem. Da gibt es ne pdf, die find ich gerade aber nicht, die werd ich aber noch raussuchen. Aber ich glaub ja sowieso, dass die von der Zuckerlobby gesponsert werden :grinszahn:.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Wuselsuse » 13 Jul 2016, 14:56

Ich hab mal wieder fddb aktiviert und habe mir meine bisherige Tageszuckermenge angeschaut. Ich hatte noch nichts Süßes, kein Fertigprodukt bis auf Skyr, der nicht so reinhaut und liege jetzt schon bei 31,1 Gramm Zucker.
Ich hätte maximal 15 Gramm geschätzt, weil ich wirklich ganz bewusst heute auf Süßkram und Obst verzichtet habe.
Kein Produkt hat an sich eine sehr hohe Zuckermenge, aber alles in allem komme ich auch mit scheinbar gesunden und nicht süßen Lebensmitteln auf eine ganz ansehliche Summe.
Und ich habe bisher gerade mal 1000 Kalos weg. Also wird ja nochmal reichlich Zucker dazukommen.
Ich bin gerade wirklich mehr als überrascht.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon unkraut » 13 Jul 2016, 21:20

Danke für die lange Antwort :)

Ich wusste garnicht dass hoher Blutdruck mit Zucker in Verbindung steht.

Aber Infos zum Thema Ernährung sauge ich eh auf wie ein Schwamm, gerne mehr davon ^^
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 13 Jul 2016, 21:55

Wuselsuse » 13 Jul 2016, 14:56 hat geschrieben:Kein Produkt hat an sich eine sehr hohe Zuckermenge, aber alles in allem komme ich auch mit scheinbar gesunden und nicht süßen Lebensmitteln auf eine ganz ansehliche Summe.
Und ich habe bisher gerade mal 1000 Kalos weg. Also wird ja nochmal reichlich Zucker dazukommen.
Ich bin gerade wirklich mehr als überrascht.

Hast Du inzwischen schon mal geschaut, wie es jetzt für den ganzen Tag aussieht?

Bei mir sind es bis jetzt 97,6 g Zucker Gesamtmenge. Davon sind 30,7 g industrieller bzw. zugesetzter Zucker - 1 Skyr Himbeer-Cranberries und Ketchup in einem Dip. Der Rest stammt fast nur aus frischem Obst und etwas Gemüse.

Heute, wie auch gestern, floss in meine Überlegungen immer der Gedanke nach dem Zuckergehalt ein, bevor ich dann das Essen zubereitet bzw. gegessen habe. Beim Skyr war ich deshalb auch am Schwanken, ob ich ihn überhaupt essen soll. Beim Chili-Dip für meine Möhren war jedoch klar, dass ich darauf nicht verzichten werde. Solange es so bleibt, ist das o.k.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Wuselsuse » 13 Jul 2016, 22:06

97,2 Gramm auf 2450 Kalorien ;).

Ich hab aber noch einiges genascht und die Zuckermenge der gegessenen Banane hat mich schier umgehauen.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Sugargypsy » 13 Jul 2016, 22:24

:five: und :sm7: Danke für die Antwort. Unterscheidest Du für Dich auch zwischen industriellem Zucker und Zucker aus natürlichen Produkten oder ist Dir das egal?

Ich fände es insgesamt interessant, mal Vergleiche von anderen zu lesen, falls das noch jemand posten möchte :c018: .
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Wuselsuse » 14 Jul 2016, 06:09

Da es für mich neu ist, dem Zuckerwert überhaupt Beachtung zu schenken, werde ich mich erstmal auf den Gesamtwert beschränken. Ich mag es eigentlich nicht sonderlich, wenn ich meine Nahrung zu sehr auseinandernehme und damit zu sehr von der Intuition abweiche. Ich habe dsa schon mit Fett und Eiweiß selten gemacht und lag da eigentlich fast immer in einem ordentlichen Bereich. Ich schreibe gelegentlich auf, aber eben nur gelegentlich.
Diese Zuckerreportage hat mich aber schon nachhaltig beeindruckt und wenn die schlanke Journalistin aus dem Film schon eine beginnende Fettleber hatte, dann mag ich gar nicht wissen, wie meine aussieht :ohnmacht:. Und das sind dann schon körperliche Auswirkungen, die mir Angst machen. Und evtl. ist es mal der richtige "Druck" um mich mal wieder bewusster zu ernähren.
Auf alle Fälle finde ich diesen Thread richtig gut :doppeldaumen:.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Reinga » 14 Jul 2016, 06:19

Wuselsuse » 14 Jul 2016, 06:09 hat geschrieben:Auf alle Fälle finde ich diesen Thread richtig gut :doppeldaumen:.

Ich schließ mich da mal an. Total informativ!
Leider konnte ich die Sendung im Nachhinein nicht mehr sehen, denn wenn ich es richtig verstehe, muss man dafür "TV-Now" abonnieren für 2,99 € monatlich. Das war mir zu viel, denn auf RTL gibt's fast nichts, was ich später gucken möchte.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Wuselsuse » 14 Jul 2016, 06:25

Also ich konnte kostenlos "nachgucken".
Evtl. ist die Sendung jetzt schon zu lang her?
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Reinga » 14 Jul 2016, 06:48

Wuselsuse » 14 Jul 2016, 06:25 hat geschrieben:Also ich konnte kostenlos "nachgucken".
Evtl. ist die Sendung jetzt schon zu lang her?

Ich kam bei TV Now nichtmal rein, wenn ich mich nicht registriere. Und da stand etwas von 2,99 monatlich, 30 Tage Testphase. Wahrscheinlich hab ich etwas falsch gemacht. Nur was??
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Bärin » 14 Jul 2016, 06:53

Im Quasselthread war gestern oder Vorgestern?? ein Link, bei dem ich kostenlos nachsehen konnte. Es war nicht TV now.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Wuselsuse » 14 Jul 2016, 06:53

http://www.tvnow.de/rtl/extra-rtl/list/aktuell


Hier bei mir ist es immer noch kostenfrei, obwohl es TVnow ist.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Bärin » 14 Jul 2016, 06:56

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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Pina Colada » 14 Jul 2016, 06:57

Guck mal hier http://www.tvnow.de/rtl/extra-rtl/thema ... ebe/player

Geht bei mir ohne Probleme.

Ich lese am WE alles in Ruhe durch.
Sehe leider Zucker bei Fddb nur auf 100 gr. bei den einzelnen Lebensmittel, das ist ja doof.
Habe gerade mal geschaut.
Ich lag gestern bei 40 gr. Zucker und bei 2263 Kalorien, allerdings sind auch einige Lebensmittel einfach mit k.A. gekennzeichnet.
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Re: Zucker und seine 70 Namen ...

Beitragvon Reinga » 14 Jul 2016, 07:32

Danke, Ihr Lieben, ich schau heute Abend mal zuhause.

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