Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

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Peitho
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Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Peitho » 03 Mär 2019, 14:28

Hallo :winki:

Beim Titel ist mir nichts besseres eingefallen, ich hoffe man versteht was ich meine.

Ich versuche mich größtenteils fleischlos zu ernähren. Aus ethnischen Gründen, weil ich die Massentierhaltung möglichst wenig unterstützen möchte.
Manchmal hab ich allerdings wirklich Lust auf den Geschmack von Wurst und dafür gibt es mittlerweile ja ein sehr breit gefächertes Angebot.

Ich hab mich mal etwas genauer mit dem Thema beschäftigt und irgendwie ist die Bilanz sehr ernüchternd:
In vielen Veggieprodukten ist kein Fleisch zu finden, jedoch bestehen sie aus so viel Eiweiß , dass unterm Strich mehr Tiere sterben müssen als bei „normaler“ Wurst. Was also absolut nicht meiner Intension entspricht mehr auf das Wohl der Tiere zu achten.

Hier mal ein Rechenbeispiel, was mir wirklich zu denken gegeben hat :

https://mobil.stern.de/genuss/essen/rec ... 50418.html


https://www.google.de/amp/s/utopia.de/r ... risch/amp/

Im Internet findet man dazu tausend Artikel.

Frage an alle Vegetarier und nicht Vegetarier, die solche Ersatzprodukte kaufen :

Kanntet ihr solche Rechnungen ?
Achtet ihr beim Kauf darauf, dass die Veggie-Produkte möglichst wenig Ei enthalten ?
Oder geht es euch im wesentlichen darum einfach kein Fleisch zu essen ?m

Ich kenne hauptsächlich Veggieburger-Produkt von Rühenwalder Mühle. Werde mich jetzt mal damit beschäftigen, welche Alternativen es dazu gibt, die lecker schmecken:
Ob eine schwarze Katze Unglück bringt oder nicht,
hängt davon ab, ob man ein Mensch ist oder eine Maus.
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Bärin
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Bärin » 03 Mär 2019, 14:56

Ich kenne diese Berechnungen und esse lieber Wild, das glücklichste Fleisch, als irgendwelche Ersatzprodukte.
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Sojawürstl
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Sojawürstl » 03 Mär 2019, 14:57

Ich esse gerne Veggie-Wurst, achte aber auch hier auf Bio, die meisten meiner Ersatzprodukte sind vegan oder mit Bioeiern, 70%-Eiklarsachen mit Nichtbioeiern kommen für mich nicht in Frage...

:baer:

P.S. Ich möchte kein Fleisch essen.
Carpe diem - pflücke den Tag! :a200:
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Hexe » 04 Mär 2019, 07:03

:winki:

ich esse keine ersatzprodukte, kannte diese berechnungen aber.
wurstersatz war für mich noch nie ein thema, da ich selbst als fleischesser nie wurst gegessen habe.
ob es soviel besser ist, beim kauf von ersatzprodukten auf bioeier zu achten, weiss ich nicht.... ein ganz großer teil der bioeier im handel u in der industrie stammen ja ebenfalls aus massentierhaltung.

ich habe ja ne zeitlang mit selbstgemachtem fleischersatz aus seitan & jackfrucht herumexperimentiert, muss aber ehrlich gestehen, dass mich das alles nicht zufrieden gestellt hat. herr hexe pflegt solche ergebnisse mit "kann man essen, muss man aber nicht" zu klassifizieren. :kichern:

wäre es evtl eine option, derartige ersatzprodukte selbst zu machen?
hat sich jemand von euch gedanklich schonmal damit beschäftigt?
evtl auch nach rezepten u. ä. gesucht?
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flixi
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon flixi » 04 Mär 2019, 08:32

Bei mir kommen Ersatzprodukte nicht auf den Tisch.
Entweder es gibt das Original - und da mache ich mir dann Gedanken darüber, was ich für mich noch vertreten kann und was nicht - oder ich streiche es komplett.
Ich kannte diese Statistiken noch nicht. Danke dafür.
Aber es bestätigt mich in meiner Haltung.
Mama? Holst du mir die Waage raus? Ich muss wissen, wie schnell ich rennen kann!
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Sugargypsy » 04 Mär 2019, 09:28

Hexe » 04 Mar 2019, 07:03 hat geschrieben:wäre es evtl eine option, derartige ersatzprodukte selbst zu machen?
hat sich jemand von euch gedanklich schonmal damit beschäftigt?
evtl auch nach rezepten u. ä. gesucht?

Meine eine Nichte ernährt sich seit gut einem Jahr vegetarisch, die andere seit ca. 3. Das Einzige, was sie geschmacklich vermissen, ist Speck. Daher haben sie sich dieses Rezept für falschen Speck rausgesucht und ich hab die Zutaten mitgebracht. Es geht schnell und einfach, ist aber schwierig wirklich passend abzuschmecken, da die Dosierung von Rauch und Tamari wirklich passen muss, damit es nicht drüber ist, zu intensiv schmeckt. Die Struktur war ähnlich von krossem Speck und mal ganz nett. Allerdings nicht so überzeugend, dass die Beiden das wohl regelmäßig machen werden.
Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Bärin » 04 Mär 2019, 09:57

Bei mir spielt bei diesen ganzen "Ersatzprodukten" auch die Liste der Inhaltsstoffe eine Rolle.

Wenn ich nun zb das Rezept von Sugar anschaue, wie man "Speck" selbst machen kann, dann würgt es mich schon wieder, dass da Kokos drinnen ist. Ich hätte es aber auf einem Salat erst bemerkt, wenn es mir schon schlecht gegangen wäre.

Hexe hatte irgendwann mal einen "Bratenersatz" gekocht, der voll mit Nüssen war. Gegen die bin ich hochallergisch. Wenn man mir also so einen "Ersatz" vorsetzt, ohne mich vom Rezept in Kenntnis zu setzen, kann das übel ausgehen.

Deswegen kannte ich auch die Inhaltsstoffe von der Veggie Rügenwälder schon: Ich war interessiert, aus was die das herstellen.
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Sally » 04 Mär 2019, 11:09

Ich kenne die Rechnungen auch und greife eh auf vegane Alternativen (zu den Alternativen) zurück.
Dass da die Inhaltsstoffe auch nicht immer die gesündesten sind, ist mir bewusst, aber aktuell nicht so wichtig. Wenn ich mich sonst ausgewogen und gesund ernähre, darf es auch hin und wieder mal so etwas sein. Es gibt ja zig Lebensmittel mit "ungesunden" Inhaltsstoffen, die man auch immer wieder isst. Mir geht es beim Verzicht auf tierische Lebensmittel auch nicht um die Gesundheit, sondern die Tiere und die Umwelt. Daher gibt es schon den Blick darauf, wie nachhaltig die Produkte sind, aber im Großen und Ganzen bin ich der Meinung, dass man einfach für sich das passende Maß finden soll und jeder Schritt zählt. Somit könnte ich auch verstehen, wenn man erstmal auf Fleisch verzichtet und die "schlechten" vegetarischen Produkte nutzt um einen ersten Schritt zu machen und dass dann ggf weiter zu überdenken und zu verbessern.
Bei mir in der WG wird eh viel selbst gemacht und es gibt dann selbstgemachte Seitansachen oder Pattys aus Hülsenfrüchten etc.
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Hexe » 04 Mär 2019, 11:14

Bärin » 04 Mar 2019, 09:57 hat geschrieben:Bei mir spielt bei diesen ganzen "Ersatzprodukten" auch die Liste der Inhaltsstoffe eine Rolle.


das ist der hauptgrund, warum ich keine gekauften ersatzprodukte verwende. :ja:

was den nussbraten (der selbstgemacht war) angeht:
da ich selbst allergiker bin, käme ich nie auf die idee, sowas jemandem vorzusetzen, ohne vorher nachzufragen.
allerdings bin ich der meinung, dass man als allergiker da die eigenverantwortung trägt, nachzufragen, bevor man sich ein gericht schmecken lässt, bzw. es kauft. man kann nicht von einem gastgeber / koch erwarten, dass dieser an alle möglichen allergien denkt.

Sally hat geschrieben:es gibt dann selbstgemachte Seitansachen


vielleicht magst du ja einige der rezepte im kochbuch einstellen? :zwinker:
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Peitho » 04 Mär 2019, 13:24

An solchen Rezepten wäre ich auch interessiert :ja:

Mir geht es auch und Tierwohl, ob die Ersatzstoffe für mich gesund oder ungesund ist, spielt dabei eine kleinere Rolle.

Ich werde mich dann auch mal nach veganen Ersatzprodukten umsehen. Es ist nicht so, dass ich sowas ständig esse. Es geht mir wirklich nur darum, falls ich mal einen totalen Heißhunger auf sowas hab.

Wobei es vielleicht moralisch auch vertretbar ist, wenn ich einmal im Monat 5 Scheiben „echte“ Salami esse.
Salami und Grillfleisch vermisse ich halt schon.
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Sojawürstl » 04 Mär 2019, 14:18

Klar ist das vertretbar. :kleeblatt:

Ich selbst kann und möchte es einfach nicht :tuete: , bin jetzt im 19. Jahr vegetarisch, 7 1/2 davon konsequent vegan.

Wheaty hat sehr gute vegane "Wurst", ebenso Taifun. :baer: Auch Eden, die ist dann bio-vegetarisch.
Carpe diem - pflücke den Tag! :a200:
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Hexe » 04 Mär 2019, 16:14

Peitho » 04 Mar 2019, 13:24 hat geschrieben:Wobei es vielleicht moralisch auch vertretbar ist, wenn ich einmal im Monat 5 Scheiben „echte“ Salami esse.
Salami und Grillfleisch vermisse ich halt schon.


hast du dich mal umgeschaut, ob es bei euch in der nähe evtl einen kleinen hofladen gibt, der wurst- und fleischerzeugnisse von eigenen (biologisch gehaltenen) tieren verkauft? oder eine wildfleischerei?
wie bärin oben schon schrieb: wild hat ein deutlich glücklicheres leben, als jede art von nutztieren.
vielleicht wären das dann optionen, die für dich persönlich weniger "verwerflich" wären, als die salami aus dem supermarkt?
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Peitho » 06 Mär 2019, 09:54

Das wäre auch eine Idee.
Bei Wild gibt es hier ein breites Angebot, aber Wildfleisch mag ich leider überhaupt nicht.

Ich werde mich mal danach umsehen, das wäre wahrscheinlich als Notlösung am besten.
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Bärin » 06 Mär 2019, 12:12

Probiere es mal, da gibt es riesige Unterschiede.
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon nemo90 » 06 Mär 2019, 15:26

Peitho » 06 Mar 2019, 09:54 hat geschrieben:Bei Wild gibt es hier ein breites Angebot, aber Wildfleisch mag ich leider überhaupt nicht.

Ich auch gaaaar nicht und habe mit entsprechender Vorsicht bei meinen Eltern Wildsalami (ich glaub es war Hirsch oder gemischt, bin mir nicht sicher) probiert und fand die recht lecker.
Schmeckt bei weitem nicht so penetrant nach Wild wie "frisches" Wildfleisch.
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Kerala » 06 Mär 2019, 19:01

Ich möchte mich Bärin anschließen, es gibt wirklich riesige Unterschiede zwischen den einzelnen Wildarten! Ich bin Jägerin und Schafhalterin, esse deswegen fast nur "eigenes" Fleisch, allerdings kenne ich die Aussage "Ich mag kein Wild" und "Ich mag kein Lamm" nur zu gut. Viele, die ich kenne, sagen das erstmal reflexartig. Aber sowohl bei Lamm als auch bei Wild gibt es Fleisch, das ich selber nicht essen würde und welches, das ich seeeehr gut finde. Und wenn die "Ich mag kein ..." dann so mutig sind mein Fleisch zu probieren sind sie fast alle begeistert. Klar gibt es die, die das tatsächlich nicht mögen, aber bei den meisten hab ich das anders erfahren.
Beim Lamm kommt's extrem auf Rasse und Alter an, bei Wild auf Tierart und Alter. Ich liebe zum Beispiel Reh - da kommt es nicht mal groß auf's Alter an. Allen Wild-Skeptikern empfehle ich zum probieren: Einen ausgelösten Rehrücken. Rundrum scharf anbraten, 10 Minuten bei 150 Grad in den Ofen stellen, Salzen, Pfeffern, genießen.

An Fleischersatz finde ich persönlich Seitan am Besten oder diverse vegane Hackfleisch-Produkte auf Soja- oder Pilzbasis. Und als Eiweißquelle esse ich gern Linsen und Linsennudeln und Kichererbsen (Hummus! - allerdings selbstgemacht weil billiger und besser).

Und wenn du nix dagegen hast ab und zu Fleisch zu essen und du dir wegen der Tierhaltung Gedanken machst würde ich dir auch empfehlen, dich nach einem Bio-Direktvermarkter umzusehen. Es gibt viele Direktvermarkter, die dich auch gerne die Tiere und Ställe und Weiden anschauen lassen.
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Re: Veggie-Wurst: wie viele Tiere dafür sterben müssen

Beitragvon Peitho » 14 Mär 2019, 16:44

Ich hab bisher halt wirklich häufiger Wild probiert und bisher hat es mir nie geschmeckt. Weder im Braten zu Weihnachten noch als Wurst verarbeitet :kopfkratz:
Ich hab’s immer wieder probiert, aber es ist einfach nicht meins

Die Idee mit einem Bio-Direktvermarkter finde ich aber sehr gut, das könnte eine gute Lösung für mich sein.
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